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Die Brückenidee nimmt Abschied von der Demokratie

von Ilka Schäfer, Ohorn

(Dieser Aufsatz brachte eine "1" in Deutsch Klasse 10 am Ferdinand Sauerbruch Gymnasium in Grossröhrsdorf.)

Es war einmal, so ungefähr 1860, da wurde die Idee geboren, im wunderschönen Elbtal eine Brücke am Waldschlösschen zu bauen.
Die Idee reifte und reifte, wurde verworfen und wieder neu durchdacht und so gingen über 100 Jahre ins Land – der 130 jährige Brückenschlaf.
Dann kam ein Prinz und küsste die Idee wach. „Wo bin ich?“, fragte die Idee „Was ist geschehen?“. Der Prinz namens W. erklärte der Waldschlösschenbrückenidee, dass sie viele Jahre geschlafen hätte und sogar die Wende verpasst hatte.
Dann sagte Prinz W. „ Nun möchte ich dich mit meiner Gefolgschaft bauen - dir ein Gesicht geben – da in meinem Reich Dresden das Verkehrschaos tobt und wir dringend eine neue Brücke brauchen.“ In anderen Reichen wie Pirna und Meißen lachte man schon über das Reich des Prinzen W., denn dort hatte man schon viele neue Brücken gebaut.
Aber in den Reichen hatte man auch keinen unsichtbaren und nur vom „ Hörensagen“ vorhandenen Vogel - den Wachtelkönig - der unter Naturschutz steht und nur dort herumspukt, wo die grünen und roten Fürsten regieren, die keine Brücken wollen, sondern Kindergärten und Schulen, was ja auch eine schöne Sache ist. Aber wie kommen die Kinder zu ihren Schulen und Kindergärten wenn eine Brücke fehlt? Schwimmend?
Also stritten sich der Prinz und seine Gefolgschaft mit den grünen und roten Tyrannen, reichen Siedlern und Anwälten, die an den Ufern wohnten - denn sie wollten die Brücke auch nicht. Und so vergingen abermals viele Jahre und viele Millionen - die für Kindergärten und Schulen eingesetzt hätten werden können - wurden verstritten, verklagt und sinnlos verprasst - die arme Idee langweilte sich fast zu Tode.
Inzwischen wurde Prinz W. von Prinz R. ersetzt, der die Idee des Baues der Waldschlösschenbrücke auch über alles liebte und anfing für sie zu kämpfen.
Um dem Streit ein Ende zu setzen, beschlossen die grünen und roten Tyrannen, Siedler und Anwälte als auch Prinz R., das Volk um seine Meinung zu bitten. Es wurde ein Bürgerentscheid ins Leben gerufen. Die Demokratie, die seit nunmehr 15 Jahren in dem Reich herrschte, sollte wahrgenommen werden, indem das Volk über seine Brücke selbst bestimmen sollte. Das kluge Volk der Stadt Dresden entschied sich für die Brücke, da sie ein weiterer wichtiger Handels- und Transportweg werden sollte. Es waren 68%, aller derjenigen die an der Abstimmung teilgenommen hatten, dafür. Deshalb berief Prinz R. den Baubeginn für den 22. März 2006 ein.
Aber da kam ein beleidigter und zu wenig gelobter Professorenritter namens B. Er reichte heimtückische Rachepläne bei der UNESCO ein, da das Reich des Prinzen R. seit 2004 Weltkulturerbe war und eine solche Brücke das Elbtal als Weltkulturerbe völlig entstellen würde, wie er meinte.
Doch der Baubeginn wurde tatsächlich - die arme Idee konnte es nach schon tosendem Jubel für den Baubeginn gar nicht fassen - auf den Juni 2006 festgelegt. Doch ach, zu frühe Freude, man versucht nun mit unlauteren Mitteln die demokratische Entscheidung des Volkes zu unterbinden. Es wurde wieder geklagt von den roten und grünen Tyrannen genauso wie von den reichen Siedlern vom Elbufer.
Die arme Idee quält sich nun mit den Fragen, kommen denn keine Touristen mehr, wenn ich verwirklicht werde? Sind die Frauenkirche, der Zwinger, die Schlosskirche, das Grüne Gewölbe und die Semperoper, um nur einige wichtige Sehenswürdigkeiten zu nennen, nur mit dem Titel Weltkulturerbe ansehenswert, dass sich die schöne Stadt Dresden mit der Aberkennung des Titels erpressen lassen muss? Zählen die demokratisch gewählten 68 Prozent der Stimmen für die Brücke denn nicht bei der UNESCO?

Was ist eigentlich Demokratie, fragt sich die Idee?
Zitat Wikipedia: „In vorwiegend direkt-demokratischen Systemen übt das Volk die Macht selbst aus. Es entscheidet zum Beispiel mittels Volksabstimmungen und kooperativer Planung in Sachfragen selbst“
Die Idee versteht die „demokratische“ Welt nicht mehr. So kurz vor dem Ziel, mit Zustimmung der Mehrheit des Volkes durch Volksabstimmung, den Traum vom Bau schon geträumt, wacht sie auf und findet sich in einem Albtraum wieder. Voller Enttäuschung nimmt sie Abschied vom Glauben an Recht, Gesetz und demokratischen Entscheidungen. Wer oder was kann ihr und der Stadt Dresden jetzt noch helfen?

… und wenn sie nicht fortgezogen, ausgestorben, oder sich geeinigt haben, so streiten sie noch 100 Jahre weiter und vergeuden Steuergelder, die prima für Schulen und Kindergärten hätten eingesetzt werden können. Vielleicht, so hofft die Idee, siegt doch noch irgendwann der demokratische Grundgedanke der des Volkes Stimme widerspiegelt.


   Waldschlößchenbrücke im Bau, Foto vom 12.4.2008


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Unter www.wsb-info.de kann das aktuelle Baugeschehen mittels Webcam beobachtet werden.
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  Meine Meinung

Frank Schreier, Dresden, Ich war von Anfang an ein Befürworter der Waldschlösschenbrücke und freue mich, dass die Demokratie gesiegt hat.

  Meine Meinung

Ute Herzer, Dresden, Brücken gehören in eine Stadt. Ich freue mich schon jetzt auf den wunderbaren Blick von der Brückenmitte aus auf die DD-Silhouette.

  Meine Meinung

Jörg Reutler, Dresden-Johannstadt, Da sind also die grün/roten Brückenverhinderer mal wieder vor Gericht mit ihren hanebüchnen "Argumenten" gescheitert - gut so.

  Meine Meinung

U. Aloé, Dresden, Haben sich die Grünen eigentlich schon mal mit dem Wasserbau an und in der Elbe beschäftigt?

  Meine Meinung

Steffi Walser, Rottenburg, Liebe Brückenbauer, auch im Süden Deutschlands verfolgen wir das heimatliche Geschehen weiter und hoffen sehr, dass die Brücke bald steht.

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